Kinderwunsch? Was du über STIs wie Chlamydien & Co wissen musst

Kinderwunsch? Was du über STIs wie Chlamydien & Co wissen musst

Du hast konkrete Pläne, Kinder zu bekommen oder würdest dir zumindest gerne die Möglichkeit offen halten, dass in der fernen Zukunft zu tun? Dann solltest du die folgenden 5 Dinge über STIs - auch Geschlechtskrankheiten genannt - wissen.

#1 Chlamydien: Hauptursache für Unfruchtbarkeit

Die meisten Leute sind sich über das Risiko von HIV/Aids bewusst. Andere STIs wie zum Beispiel Chlamydien und Gonorrhoe - auch bekannt als Tripper - werden aber erschreckend oft unterschätzt und kommen viel häufiger vor als HIV/Aids. Besonders relevant für die Familienplanung sind Chlamydien. Chlamydien sind die Hauptursache für Unfruchtbarkeit bei Frauen. Das passiert folgendermassen:

Unbehandelte Chlamydien-Infektion → Beckenentzündung → verklebte Eileiter → Goodbye, Kinderwunsch

Ihr fragt euch, warum eine Chlamydien-Infektion oft unbehandelt bleibt? Spoiler Alert: Chlamydien-Infektionen verursachen bei Männern bei über 70% der Fälle und bei Frauen sogar bei bis 90% der Fälle keine Symptome. Mehr dazu in Punkt #3. Klingt allgemein nicht so toll? Ja, finden wir auch. Verklebte Eileiter sind auch leider nicht “heilbar”. Bei Männern können Chlamydien und Gonorrhoe auch Unfruchtbarkeit auslösen, es passiert aber eher selten.

#2 Gefahr für Schwangerschaft & ungeborenes Kind

STIs können euch auch nach dem erfolgreichen schwanger werden noch Ärger machen. Chlamydien & Co. können zum Beispiel zu einer sogenannten Eileiterschwangerschaft führen. Das bedeutet, dass sich das befruchtete Ei ausserhalb der Gebärmutter einnistet. Wie ihr euch vorstellen könnt, klappt die Schwangerschaft so nicht so gut. Sie muss auf jeden Fall operativ abgebrochen werden und es können für die Mutter ernste medizinische Komplikationen auftreten.

Um dem ganzen noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen, kann eine Chlamydien-Infektion an das ungeborene Kind übertragen werden und eine Augenentzündung verursachen, die sogar zu Erblindung des Kindes führen kann.

Die meisten Leute denken sich an dieser Stelle: ja, klingt alles nicht so gut, aber ich habe ja keine Symptome, benutze Kondome und sowieso schlafe ich nicht mit Leuten, die sowas haben könnten. Wenn ihr euch weiter in dieser trügerischen Sicherheit wiegen wollt, solltet ihr jetzt aufhören zu lesen 😉.

#3 Bis 90% der Infektionen verlaufen symptomfrei

Ja, du hast richtig gelesen, in einem Grossteil der Fälle verlaufen insbesondere Chlamydien- und Gonorrhoe-Infektionen symptomfrei. Bei Frauen bis zu 90 Prozent (!). Du hattest gerade einen “oh shit”-Moment? Ja, hatten wir auch, als wir das gelernt haben. Und es kommt noch einer. Kondome bieten keinen 100%igen Schutz gegen Chlamydien & Co. und des muss beim Sex noch nicht mal eine Penetration stattfinden um sich anzustecken. Du kannst dich also wunderbar verantwortungsvoll verhalten, keine Symptome haben und trotzdem gerade in diesem Moment unfreiwilliger Gastgeber für Chlamydien & Co sein.

#4 Häufiger als du denkst

Während HIV/Aids in den letzten Jahren dank Awareness-Kampagnen, PrEP-Pills und grossen Fortschritten bei der Behandlung auf dem Rückmarsch sind, haben unbekanntere STIs wie Chlamydien & Co einen wahren Siegeszug angetreten. In den letzten 5 Jahren haben sich zum Beispiel die Chlamydien-Infektionen mehr als verdoppelt. 2019 gab es z.B. in der Schweiz knapp zwölf tausend Infektionen (leider sind für Deutschland keine zuverlässige Daten verfügbar). Dabei sind vor allem 20- bis 30-Jährige betroffen: in dieser Altersgruppe erwischt geschätzt jeder zehnte eine STI. Besonders gefährdet für Chlamydien (ihr erinnert euch: Babykiller!) sind Frauen zwischen 15 und 24.

Um nochmal zusammenzufassen: STIs, insbesondere recht unbekannte Vertreter wie Chlamydien, sind auf dem Vormarsch und extra-tückisch weil man sie trotz Kondomen bekommen kann und sie dank fehlender Symptome oft nicht bemerkt werden. Das wiederum kann fatale Folgen für die Familienplanung - Unfruchtbarkeit! - haben. Nicht so toll? Ja, finden wir auch. Aber keine Sorge, es gibt eine ganz einfache Lösung.

#5 Einfache Lösung: Regelmässig testen

Gefährlich sind STIs in der Regel nur, wenn sie über lange Zeit nicht erkannt werden - was sehr leicht passieren kann. Wir unterstreichen nochmal: bis 90% der Fälle verlaufen symptomfrei (!).

Der beste Weg, ihnen ein Schnippchen zu schlagen und deine Familienplanung zu schützen, sind regelmässige STI Tests. Für Chlamydien und Gonorrhoe reichen zum Beispiel ein Urintest beziehungsweise ein vaginaler Abstrich. Das geht beim Arzt oder bequem von Zuhause mit sogenannten Home-Sampling Tests wie wir sie bei Health Yourself anbieten (Achtung: Schleichwerbung 😉). Ergebnisse hast du innerhalb von 2-4 Werktagen.

Was, wenn du positiv bist? STIs - insbesondere die am häufigsten vorkommenden Übeltäter Chlamydien und Gonorrhoe -  lassen sich in der Regel einfach behandeln und vollständig heilen. Nach ein bis zwei Wochen Sex-Pause und Antibiotika kannst du mit gutem Gewissen wieder ins Dating Life einsteigen.

Überzeugt? Dann probier direkt unseren Test Advisor aus,  um herauszufinden, was der richtige Test für dich wäre.

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